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Verschärfung des energetischen Standards auch bei Neubauten


EnEV 2014: Was ändert sich ab 2016?



Bei Bauvorhaben, für die ein Bauantrag bzw. eine Bauanzeige ab dem 1.1.2016 gestellt wird, muss ein um 25% verringerter Primärenergiebedarf und ein nochmals gesteigerter Wärmeschutz nachgewiesen werden. Die neuen Anforderungen entsprechen in etwa denen eines KfW-E70-Hauses, so dass dieses nun gleichsam zum Standard wird.

Folgerichtig wird die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) für die Errichtung des beliebten Effizienzhauses 70 nun bald keine Fördergelder mehr locker machen. Laut KfW ist eine Förderung von Bauvorhaben mit E70-Standard daher nur noch bis Ende März möglich. Wer geplant hatte, dieses Förderprogramm in Anspruch zu nehmen, sollte sich mit dem Start des Projektes nun beeilen, auf jeden Fall aber zeitnah klären, welche Fristen einzuhalten sind.

Förderwillige Bauinteressenten können dann nur noch auf die höherwertigen Förderprogramme (ab KfW-E55) ausweichen. Hier sollte sich aber jeder Kandidat im Rahmen der Finanzierung genau ausrechnen lassen, ob die Förderung in seinem Fall überhaupt attraktiv ist. Die Aufwertung des energetischen Standards bei einem Neubauvorhaben liefert manchmal nicht das erwartete Ergebnis, insbesondere wenn eine (schnelle) Amortisation der Mehraufwendungen im Vordergrund steht. Die dafür notwendigen Einsparungen können in vielen Fällen, bei realistischer Betrachtung, nicht erwartet werden. Die Rechnung geht daher oftmals nur auf, wenn hohe Preissteigerungsraten bei den Energiekosten angenommen werden.

Insofern ist die Investition in eine energiesparende Ausführung des Hauses eher eine Art Versicherung gegen die Folgen von unerwartet hohen Kostensteigerungen im Energiebereich. Aber wie bei jeden Versicherung ist der Einsatz verloren, wenn der Versicherungsfall nicht eintritt. Für den Bauherrn bleibt dann der Gedanke, etwas für die Umwelt getan zu haben.